PORTRÄT

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Biographie

Geboren in Genf am 5. Juli 1978

2016  Démonstrateur au 30 ème Symposium de l’AAW, Atlanta (USA)
2015  Zusammenarbeit Neuseeland, Whangarei (NZ)
2013  Zusammenarbeit l’Art et la Matière, Aiguines (FR)
2013 Demonstrator am Symposium de l’AWGB, Loughborough (GB)
2013 Demonstrator am Symposium am Turnfest, Brisbane (AU)
2011 Demonstrator am 25ème Symposium der AAW, St.Paul (USA)
2010 Gründung der Unternehmung Architekturmodelle Maq 3, Genf (CH)
2009 Symposium für Künstler am Wood Turning Exchange von Philadelphia (USA)
2005 veranstaltet verschiedene Dreh und Skulpturpraktikum, Genf (CH)
2004 Praktikum für Dreher und Skulptur bei Herrn Marc Ricourt (F)
2003 Drehpraktikum bei Herrn Jean - François Escoulen (F)
2001 Gründung der Kunsttischlereiunternehmung Blanc Jérôme, Genf (CH)
2000 Drehpraktikum in Australien bei José und Tricia Lehete (AUS)
1998 – 1999 Schreinereiausbildung an der Kunst und Berufsschule in Genf (CH)
1994 – 1998 Kunsttischlereiausbildung an der Kunst und Berufschule in Genf (CH)

Preise und Unterscheidungen

2016 Die Masters 'Choice, beste Stück in der Show "Turning 30" Atlanta (USA)
2014
 Erster Preis "Fil" am Wettbewerb der Stadt Plan les Ouates (CH)
2011 Erster Preis am Wettbewerb, Schloss von Réchy (CH)
2010 Zweiter Preis "Ville" am Wettbewerb der Stadt Plan les Ouates (CH)
2009 Erster Preis Pop Purchase Award de l’ AAW Albuquerque (USA)
2006 Erster Preis am europäischen Drehwettbewerb, Bréville (F)

Erwerbungen durch öffentliche Institutionen und Museen

2015 Museum de Carouge, Carouge – Genève (CH)
2014
 Stiftung für Dekoration der Stadt Plan-les-Ouates (CH)
2009, 2011 Museum The center for art in wood, Philadelphia (USA)
2010 The Gallery of Wood Art , St. Paul – Minneapolis (USA)
2009 Stiftung für Dekoration der Stadt Plan-les-Ouates (CH)
2006 Museum du Bugey-Valromey, Ain (F)

Hauptaustellungen

2016 The Center for Art in Wood, ausstellung "WOOD, REVISITED", Philadelphie, (USA)
2016 Musée de Carouge,  ausstellung "Imaginer créer façonner", Carouge – Genève (CH)
2016 Adam Blue Gallery & Collectors of Wood Art "Why Wood", SOFA Chicago (USA)
2015 Galerie Lionel Latham, Genf (CH)
2015 Salon Révélation, Grand Palais, Paris (F)
2015 Galerie YArt, Yverdon, (CH)
2014 Riley Galleries & Collectors of Wood Art, SOFA Chicago (USA)
2013 Galerie J-J Hofstetter, Freiburg (CH)
2012 Galerie Lionel Latham, Genf (CH)
2012 The center for art in wood von Philadelphia (USA)
2011 Vitrine Ramstein. Basel (CH)
2011 Galerie Artsplurieles, Château de Réchy (CH)
2010 Galerie YArt, Yverdon (CH)
2009 Galerie J-J Hofstetter, Freiburg (CH)
2009 Galerie Wood Turning Center Philadelphia (USA)
2008 Galerie SEMA, Paris (F)
2007 Galerie Laboratorio in Venedig (I)
2007 Galerie Marianne Brand, Carouge (CH)
2007 Galerie de l’ Hôtel de Ville, Yverdon (CH)
2006 Design Biennale Luzern (CH)
2006 Galerie Embargo, Paris (F)
2005 Galerie de l’Hôtel de Ville, Yverdon (CH)
2005 Ausstellung « Tout en bois » im Museum von Charmey (CH)
2004 Galerie Delafontaine in Carouge, Genf (CH)

Jérôme Blanc, Holzschnitzer - Lebensverlauf

Jérôme Blanc  ist im Jahre 1978 in Genf geboren. Er wuchs in einer Familie auf, wo die Kreativität bereits wichtig war. Sehr früh lernte er in der Schlosserei  seines Vaters handwerklich zu arbeiten. Sein Vater restaurierte Schiffe mit Begeisterung.  Nach fünf Jahren Studium an der Technischen Hochschule von Genf,  in Kunsttischlerei und Schreinerei, erhielt er die Diplome in den Jahren 1998 und 1999. 

Er beschloss nach Australien zu reisen, um seine Kenntnisse in Englisch zu verbessern und entdeckte die Kunst der Holzdrechslerei. Eine Leidenschaft gebar, die ihn nie mehr verliess. Nach einem Praktikum bei Tricia und José Lehete begann wirklich seine Karriere als Dreher. Zurück nach Genf gründete er sein Unternehmen, Skulptur, Holzschreinerei und Drechslerarbeit. Er lernte  regelmässig bei den französichent Haupdrehern (Marc Ricourt, Jean-François Escoulen und Alain Maillard) andere  Methoden, um sich zu verbessern.

Dank seiner Praxis erhielt er mehrere Preise, insbesondere der erste Preis  vom Wettbewerb der europäischen Drechsler in Bréville (2006) der erste Preis "Pop Purchase Award American Association of Woodturners (2009) erster Preis mehrfache Künste Schloss Réchy (2011). Ausgewählt zum Preis für Künstler "Jumelles" (2011), ausgewählt zum Internationalen Symposium  in Philadelphia im Jahr 2009, eine der bekanntesten Veranstaltungen für Dreher. Er wurde ferner aufgefordert, Demonstrationen im Rahmen der Symposien zu machen, die von den nationalen Berufsverbänder organisiert wurden (USA, Frankreich, Australien, England).

Jérôme stellt regelmässig in der Schweiz, in Europa und in USA aus. Seine Werke  sind durch verschiedene öffentliche und private Institutionen erworben worden: le Musé Départemental du Bugey-Valromey du pays de l’Ain, Le musé de Philadelphie The center for art in wood und die The Gallery of Wood Art de l’American Association of Woodturners (St Paul, Minneapolis).

Holz

Jérôme arbeitet immer mit lokalen grünen Hölzer. Noch feucht, ist das grüne Holz weicher und bietet schöne Ueberraschungen, wenn es sich beim Trocknen in andere Formen entwickelt. Das Leben des Holzes selbst ist interessant, durch seine Erfahrungen und die Geschichte seiner Ankunft in die Werkschaft. Damit gibt es verschiedene Interpretationen für die Werke des Drehers. Der Künstler nimmt nie als Vorwand nur das Holz und seine Ausnutzung. Das Holz ist zweifellos im Herzen seiner Schaffung, aber das Material selbst ist nicht das Zentrum seiner Schaffung.

Die Produktion eines Werkes beginnt durch die Zeichnung. Der Dreher kommt regelmässig  zu seinen vorbereitenden Zeichnungen zurück, und lässt sich aber danach durch die Volumen und die besonderen Charakter seiner Hölzer führen. Die Geschichte seiner Holzstücke ist immer sehr wichtig für Jérôme Blanc. Der Baum und die Bedingungen des Schnittes, die Umgebung  und die Beziehung zu den Menschen inspirieren Ihn. Der Geruch des Baumes bringt Ihn an seine Geschichte zurück, die er besser kennen lernte. 

Falls Verformungen erscheinen, die durch die Trocknung manchmal auch durch die Knoten des Holzes noch gestiegen werden, spielt Jérôme Blanc nicht mit den Rissen.  Eine intensive Kontrolle des Trocknen und ein genauer Schnitt, erlauben ihm den Unfall zu vermeiden. Das könnte ja mehrere Tage der Arbeit zerstören. Aber dieses Risiko, dieses Unvorhergesehene, dieser unwahrscheinliche Erfolg sind auch Inspirations-und Motivierungsquellen für den Künstler.

Jérôme Blanc schneidet sein Stück, welches mehrere Zehn Kilo wiegt, und  stellt es häufige Male auf seine Drehmaschine, bis zur Endetappe. Er arbeitet stundenlang um die Stücke auszuhöhlen und die Feinheit und Zartheit des Holzes zu erreichen, für bildhauerische Volumen zu enthüllen, welche nur noch einige Dutzend Gramm wiegen. Diese Operationen sind technisch schwierig und können für den Dreher gefährlich sein. Die Stücke können in einem Bruchteil von Sekunden brechen und durch die Werkschaft fliegen.

Schöpfung

Es gibt in der Kunst Kategorien, Hierarchien, Vorurteile, Urteile. Aber im Grund ist Kunst Leben und Jérôme Blanc lebt. Seltsamerweise gibt es zwischen dem Künstler und Seine Werke ein Kontrast. Offensichtlich unmethodisch und schnell, obwohl lächelnd und empfangend, bieten seine Hände dem Zuschauer Stücke, die die Leichtigkeit und Ruhe atmen. 

Ihre unleugbare Klasse, ihre perfekte Verwirklichung  verlangen Ruhe und Konzentration. Seit seinen ersten Werken arbeitet er an der Forschung neuer Formen, verschiedener  Materialen und Texturen. Die Versuche charakterisieren sein Werk, durch neue Vereinigungen. 

Er versucht eine unerwartete Ehe (Serie Punky 2004) zwischen Holz und Metall, und danach verbindet er mit Silikonharz, ein flexibles Material, dass aus der zeitgenössischen Industrie stammt, das  Holz. Der runde und zarte Wanst seiner Behälter wehrt sich von Spitzen aus Silikon, welche an Punkarmbändern erinnern. Ihre Flexibilität verursacht die Ueberraschung des Zuschauers.

Die Vereinigung zwischen dem Holz und dem Acryl ist eine weitere seiner Entdeckungen. In der Serie Licht-Geburt (2003-2012) arbeitet er erneut ein synthetisches Material, das dieses Mal ein Lichtspiel erlaubt, wenn der Lichtstrahl die Farben und die Tranparenz enthüllen. Im Laufe der Jahre verfeinern sich seine Werke.

Zusammengesetzt aus beiderseits durchbohrten länglichen Volumen, bietet die Serie "Osmose" leichte Luftstücke und scheint dadurch die Schwerkraft herauszufordern. Die Gleichzeitigkeit der Formen wird noch durch den Stahlfaden verstärkt, der auf dem Holz gespannt wurde.

Entdeckt beim Künstler  und deutscher Freund Rüdiger Marquarding, (2006), bietet die Zinninkrustation ihm einen neuen Spielplatz an. Der Teig von Kalium-und Zinnsilikat wird auf der Oberfläche des Holzes angewendet. Er konzentriert sich In den Venen des Holzes oder in jeder anderen Spalte. Das Ergebnis schafft dem Werk einen Goldschmiedkarakter. Im Jahre 2012 findet diese Technik auf Baumgründe, geometrische Zeichnungen oder auf städtische Planeinzelheiten  welche im Holz eingeprägt wurden, Anwendung. Sie illustrieren vollkommen die Inspirationsquellen des Holzdrehers: die Natur, der städtische Lebensraum und sein Design. 

Wenn er die Inkrustation nicht arbeitet, braucht  er Farben, die Asien erinnern und nutzt das Potenzial der Drechselbank, fasziniert von deren Einfachheit. Er lässt in umgekehrte Drehungen drehen, und erreicht es Landschaften mit starken Farben auf den Holzvolumen zu schaffen. Seine Skulpturen sind mit Tinten geschmückt, geführt durch die Zentrifugalkraft, und gesteuert vom Künstler. Diese neue Stücken werden auch auf Papier eingeprägt,  montiert auf der Drechselbank.

Die Dekorationen der Oberfläche können sehr unterschiedlich sein. Riefen mit Bleistift, Messer oder Meissel. Die Aussagekraft von Jérôme Blanc ist auf ihrem Höhepunkt als er sich der Endphase seines Stückes nähert. Manchmal mit Tinte gefärbt oder durch Aktion der Oxydation, die dem Holz eine gebrannte Wirkung gibt, wenn sein Tannin auf den Kontakt des Eisens und der Essigsäure reagiert. Aber die Textur des Holzes bleibt immer sichtbar.

Er spielt manchmal mit dem Feuer, wenn er  sein Stück auf glühenden Kohlen verbrennt und damit einen brutalen Kontrast zwischen den getönten und patinierten Teilen und das Material, das durch Einwirkung des Feuers roh geworden ist, verursacht.

Durch seine Hyperaktivität, ist Jérôme Blanc in seinem Zeitalter. Ein Zeitalter von Oekologie betroffen und die von einer Rückkehr zur Einfachheit profitieren könnte. Diese zeitgenössischen Umweltfragen bewohnen den Künstler, und widerspiegeln sich in seinen Werken. Im Grunde schlagt er einfache und reine Formen eines natürlichen Elements vor, das von der Erde kommt, und an die Erde zurückkehren wird.

Der Dreher  legt in Wert den Uebergang des Holzes auf der Erde mit Hilfe seiner Kunst und grosszügigen Ueberzeugungen. Für ihn ist jeder Mensch ein Künstler. Je nach Denkweise und Motivation. Offen für alles und für alle imprägniert sich Jérôme Blanc vor allem  von der Welt und von den Bewegungen die ihn umgeben, grenzenlos.